Willkommen beim PSV Saarbrücken Badminton
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Was ist Badminton?

- von Margit Klein -

Badminton ist, so die offizielle Definition, ein Rückschlagspiel, das mit einem kleinen Federball (neudeutsch: Shuttlecock) und jeweils einem Badmintonschläger pro Person gespielt wird. Dabei versuchen die Spieler, den Ball so über das Netz zu schlagen, dass die Gegenseite ihn nicht den Regeln entsprechend zurückschlagen kann. Badminton kann sowohl von zwei Spielern als Einzel als auch von vier Spielern als Doppel oder Mixed gespielt werden. Es wird in der Regel in der Halle ausgetragen und erfordert wegen der Schnelligkeit und der großen Laufintensität eine hohe körperliche Fitness. Gezählt wird nach Punkten und Sätzen. Gespielt wird in der Regel mit einem ‚Naturfederball’ aus Gänse- oder Entenfedern.

Jede/r kennt Badminton als die Wettkampfvariante des Freizeitspiels ‚Federball’. Dieses hat jedoch im Gegensatz zum Badminton möglichst lange Ballwechsel zum Ziel. Badminton hat gewisse Ähnlichkeit mit Tennis, unterscheidet sich davon jedoch in grundlegenden spieltechnischen und taktischen Aspekten. Das Spielfeld ist vergleichsweise klein, der Badmintonschläger wesentlich leichter, der Spielball darf den Boden nicht berühren.

Mit Federbällen wurde an vielen Orten der Welt und in vielen Kulturen schon vor langer Zeit gespielt: In Indien mit abgeflachten Hölzern, bei den Inkas und Azteken mit den Händen, in Europa zur Zeit des Barock vom höfischen Adel (‚Battledore and Shuttlecock’). Das heutige Spiel verdankt seinen Namen dem englischen Landsitz des Duke of Beaufort, wo 1872 das von dem britischen Kolonialoffizier aus Indien mitgebrachte ‚Poona’ vorgestellt wurde. Schon 1899 fanden die ersten ‚All England Championships’ statt. Der neue Sport erfreute sich großer Beliebtheit, musste aber oft an ungewöhnlichen Orten gespielt werden. Die einzigen uneingeschränkt geeigneten Räumlichkeiten zu dieser Zeit waren Kirchen: Das hohe Mittelschiff bot dem Federball freie Flugbahn und die Kirchenbänke dienten den Zuschauern als Logenplätze.

Der erste Badminton-Club in Deutschland wurde 1903 gegründet, die ersten Deutschen Meisterschaften fanden am 17. und 18. Januar 1953 in Wiesbaden statt. Am selben Wochenende wurde der Deutsche Badminton-Verband (DBV) aus der Taufe gehoben. Seit den Neunzigern ist Badminton in den Schulsport integriert, seit 1992 olympische Disziplin. Dem Deutschen Badminton-Verband gehören derzeit 16 Landesverbände mit etwa 218.000 Mitgliedern in 2.700 Vereinen an. Darüber hinaus gibt es ca. 4,5 Millionen Freizeitspieler ohne Vereinszugehörigkeit, die Badminton mehr oder weniger regelmäßig betreiben. Große Popularität genießt Badminton in seinen europäischen und asiatischen Hochburgen Dänemark, China, Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand, Indien und Korea. In diesen Ländern haben große Badminton-Veranstaltungen ähnlichen Stellenwert wie bei uns Fußball oder Leichtathletik und die Siegerlisten bedeutender internationaler Turniere enthalten daher auch hauptsächlich Namen von dort.

Badminton stellt hohe Ansprüche an Reflexe, Grundschnelligkeit und Kondition und erfordert zudem Konzentrationsfähigkeit, Spielwitz und taktisches Geschick. Die Tatsache, dass durch den leichten Schläger Änderungen in der Schlagrichtung ohne deutliche Ausholbewegungen zu erreichen sind, macht Badminton zu einem sehr raffinierten und täuschungsreichen Spiel und der Wechsel zwischen hart geschlagenen Angriffsbällen, angetäuschten Finten sowie präzisem, gefühlvollem Spiel am Netz macht die Faszination von Badminton aus. Aber auch für Hobbyspieler, die Badminton auf ihrem jeweiligen Niveau und aus Spaß an der Bewegung spielen möchten, ist es eine abwechslungsreiche Sportart mit geringem Aufwand an Ausstattung.

Zum Abschluss noch ein Auszug aus einem Fachbuch, den man aber vielleicht nicht so ernst nehmen sollte und der vermutlich für jede Meisterschaft auf einem Gebiet Gültigkeit hat:

Ein Badmintonspieler sollte verfügen über die Ausdauer eines Marathonläufers, die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Hochspringers, die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmiedes, die Gewandtheit einer Artistin, die Reaktionsfähigkeit eines Fechters, die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers.

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